RICHTER
Peter Rooijakkers (NL)

Schon meine Kindheit war geprägt von Pferden, Hunden und der Jagd. Mein Großvater besaß einen Bauernhof und seine Leidenschaft waren eben Pferde und die Jagd. Auf seinem Hof, der kaum 200 Meter von meinem Elternhaus entfernt lag, habe ich damals wohl den größten Teil meiner Freizeit verbracht. Mein Vater war Niederwildjäger, und seit meiner frühesten Kindheit habe ich ihn im Feld - vorwiegend auf Rebhuhnjagd - mit unserem Hund begleitet. Hege und Pflege waren dabei besonders wichtig! Meinen Jagdschein habe ich daher bereits mit 18 Jahren erworben. Mit 12 Jahren führte ich meinen ersten Hund auf einem internationalen Field Trial. Es war ein von meinem Vater gezüchteter Epagneul Breton Rüde „De Winde's Gin", ein Arbeits- und Schönheitschampion. Zur damaligen Zeit war es mir noch möglich, diesen Hund auch auf Field Trials für Retriever zu führen. Da mein Vater ein internationaler Richter war, begleitete ich ihn sehr häufig zu Field Trials in aller Herren Länder. Bereits im Jahre 1970 wurde ich selbst als internationaler Richter für alle Jagdhundeprüfungen berufen. Seit dem richte ich in vielen Ländern der Welt, meistens mehr als 50 Prüfungen pro Jahr, von Anfängertrials bis Europapokale und Weltmeisterschaften. Die Jagd, der Hund in der Jagd und die damit verbundenen Menschen sind ein äußerst wichtiger Teil meines Lebens. Ich freue mich deshalb über Ihre Einladung, Ihre Hunde auf dem Workingtest zu richten und Sie, Jäger und Hundeführer, kennen zu lernen. Weidmannsheil !
Christian Schlögel ( D )

Vor rund 12 Jahren bin ich „auf den Hund gekommen“ – eine liebe Golden-Hündin bereicherte Heim, Familienleben und Kinderherzen, und schon bald ergab sich eine ungeahnte Dynamik! Aus dem Besuch der Hundeschule und dem gemeinsamen Streifen durch Wald und Feld wurden die ersten jagdlichen Ausbildungsversuche, und es kam, wie es kommen musste: die früheren sportlichen Aktivitäten rückten ob der Hundearbeit weitgehend in den Hintergrund, der Jagdschein musste her, dann ein zweiter Hund, die ersten Vereinsaktivitäten... inzwischen bin ich dem „Bazillus Canis“ völlig verfallen! Ich führe meine Chessie-Hündin regelmäßig recht erfolgreich auf Workingtests und Field Trials im In- und Ausland, freue mich gemeinsam mit ihr auf den Beginn der herbstlichen Niederwildjagden, und hoffe darauf, dass auch der langbeinige Nachwuchs irgendwann in ihre großen Fußstapfen treten kann, statt nur seinem Vater „Loverboy“ alle Ehre zu machen. Daneben versuche ich auch, als Mitglied der Satzungskommission mein Scherflein zu einem fruchtbaren Vereinsleben beizutragen. Eine ähnliche rasche Entwicklung wie meinen persönlichen kynologischen Lebenslauf kennzeichnet auch die Retrieverarbeit insgesamt in Deutschland, und es ist faszinierend zu sehen, mit welcher Dynamik nicht nur die Zahl der Prüfungsteilnehmer auf Jagdprüfungen und Workingtests, sondern auch das Leistungsniveau in den letzten Jahren zugenommen haben. Das haben wir insbesondere auch den vielfältigen interessanten und lehrreichen Eindrücken und Kontakten im Training und auf Prüfungen wie dieser zu verdanken. Ich freue mich daher besonders, hier und heute die Leistungen Ihrer Hunde bewerten zu können, und wünsche Ihnen gutes Gelingen!
Helene Leimer ( A )

Nach einigen Collies und Mischlingen kaufte ich 1986 meinen ersten Golden Retriever. Show-Golden wohlgemerkt, ein wunderbarer Hund und geduldiger Lehrer, dem ich meine Infektion mit der Retrieverarbeit verdanke. Es folgten sämtliche kontinentale Jagdprüfungen, unzählige Seminare, Cold Game Tests, Field Tri-als und Working Tests in sieben Ländern mit bisher fünf Holway Goldens und zwei Labradors. 1989 durfte ich das erste Mal eine Field Trial-Richteranwartschaft bei Mrs. June Atkinson machen. Im selben Jahr erlangte ich den Jagdschein, 1997 die Zulassung als Working Test Richterin, 1998 als ÖJGV-Leistungsrichterin für Retriever. Seit Anfang der 90er Jahre gebe ich Trainings und Ausbildungsseminare, in verschiedenen Ländern Europas. Mein Markenzeichen dabei ist wahrscheinlich die Verbindung von klar strukturierten Trainingsmethoden auf lernpsychologischen Grundlagen mit Schwerpunkt Mensch-Hund-Kommunikation, sowie offenen, systematisch-kreativen Problemlösungen – mit Gefühl, Gespür, Empfinden. 1999 drehte ich mit dem Video "Cheerful Success" ein liebevolles Portrait meines Lebens mit Retrievern, und schrieb dazu im Jahr 2000 das Trainingsbuch "Die Sache mit dem Dummy". Von 2001 bis 2004 beschäftigte ich mich zusätzlich mit der Ausbildung von Assistenzhunden für Rollstuhlfahrer und rief die Vita Charity Working Tests ins Leben. Ich habe über 20 Jahre lang ohne Unterbrechung begeistert geführt und dabei nie aufgehört, zu lernen – derzeit laufen meine beiden mittleren Holway Goldens erfolgreich in der Offenen Klasse, aber schon wächst mein Jüngster heran und alles geht wieder bei A wie Anfänger los !
Für die Einladung, DEN HEYBERGCUP 2008 mit zu richten, bedanke ich mich sehr herzlich. Ich freue mich darauf, für viele motivierte Hundeführer zu einem schönen Wettbewerb beizutragen, und wünsche Ihnen fröhliche, spannende und erfolgreiche Prüfungstage!
Herzlichst – Helene Leimer
Betty Schwieren ( D )

Hunde haben mich seit frühester Kindheit begleitet. 1990 habe ich meinen ersten Retriever bekommen, eine Labrador Retriever Hündin „Samy“, die mich auf meinen Ausritten begleitete. Fasziniert von der Retrieverarbeit und der Niederwildjagd kaufte ich vor 11 Jahren meinen ersten Chesapeake Bay Retriever aus Dänemark, der vor allem jagdlich geführt wurde. 1998 kann der zweite Chesapeake ins Haus „Cheslabben Pow Wow“ mit dem ich sehr erfolgreich in der WT-Szene in Europa war. Das erste Mal startete ich in England auf der CLA Game Fair 2001 in Shuttleworth Park im ersten europäischen Team und es folgten drei weitere Game Fair Starts für Deutschland. Ebenfalls startete ich drei Mal erfolgreich mit dem Deutschen Team beim Skinners IGE in Sherborne mit einem vierten und sechsten Platz. Etliche Platzierungen vom ersten bis vierten Platz erreichte ich in Belgien, Deutschland sowie Österreich und qualifizierte mich mit Pow und nun mit meinen jungen Hunden für die Finale im jeweiligen Land. Zur Zeit führe ich in der Offenen Klasse den vierjährigen Chesapeake „Crosswind’s A Spot of Maxxie, ein Sohn von Pow Wow, und einen fast zwei jährigen Labrador Rüden in der A auf dem Weg in die Klasse F, „Edison of Dukefield“. Es ist für mich eine Freude zu sehen, mit wie viel will-to-please meine Hunde für mich und mit mir arbeiten. Dies erfordert einen klar strukturierten Aufbau und entsprechendes (geduldiges!) Konditionieren von Abläufen, und schafft die Basis für eine durch Arbeitsfreude und gegenseitiges Miteinander dauernd wachsende Partnerschaft zwischen Hund und Mensch. Es erfordert Einfühlungsvermögen, Geduld und Erfahrung, jede einzelne Retrieverpersönlichkeit einzuschätzen und ihr gerecht zu werden.
Ich freue mich sehr über die Einladung den DEN HEYBERGCUP zu richten, und wünsche allen Teilnehmern einen schönen und erlebnisreichen Tag mit ihren Hunden.
Betty Schwieren
Carsten Schröder ( D )

Zunächst möchte ich an dieser Stelle all jenen kurz vorstellen, die mich nicht kennen. Meinen ersten Labrador Rüden, Townfield´s Grieg, erwarb ich 1991 aus DK. Seitdem bin ich Mitglied im DRC e.V. 2 Jahre später kam die Labrador Hündin Townfield´s Brenda Walsh hinzu, die später die Stammhündin meiner Labradorzucht „Light and Shadow´s“ wurde. Vor 15 Jahren wurde ich zum Leistungsrichter ernannt, und in diesem Jahr zum JGHV Verbandsrichter. Ich habe in den vergangenen Jahren im In- und Ausland mit viel Freude, Dummyprüfungen und Workingtests gerichtet.1999, 2006 und 2008 habe ich bereits den German Cup gerichtet und durfte schon häufig an ihm teilnehmen. Das letzte Mal im Jahr 2005. Darüber hinaus führte und führe ich meine Hunde auf Dummyprüfungen, Workingtests (NCT,WT Finale, IWT etc.), jagdliche Prüfungen (JP, BLP, RGP, HP) und auf verschiedenen FT´s in Deutschland und Belgien. Als hundeführender Richter brennen immer zwei Herzen in meiner Brust, einerseits möchte ich gerne selber die Hunde führen, andererseits möchte ich auch gerne richten. Zurzeit führe ich eine liebe 2 ½ jährige Labrador Hündin Glenbriar Fancy aus Nordirland.Sie lehrt mich Geduld zu haben und mit kleinen Schritten zum Ziel zu kommen. Somit werde ich auch diesmal richten, als wäre ich selber am Start.
Ich wünsche Ihnen und Ihren Hunden viel Glück, Erfolg und Freude bei diesem wunderschönen Workingtest und bedanke mich bei der Organisation für die Einladung.
Carsten Schröder
Liebe Teilnehmer und Teilnehmerinnen des diesjährigen Den Heyberg Cup`s 2008, ich freue mich, Sie und Ihre Hunde an diesem Wochenende beurteilen zu dürfen.